München: Concept-Store Pool schließt – Pop-up-Hotel Lovelace kommt

Auf 500 qm waren im Multi-Label Store Damen- und Herren Designermode von internationalen Top-Brands sowie ausgefallener Luxusmarken aus dem Avantgarde-Segment erhältlich. Darunter Marken wie Balmain, Givenchy, Dsquared, Valentino, Rick Owens oder Neil Barrett.

Pool

Eine besondere Ehre wurde ihnen dann vor knapp drei Jahren zuteil, als die UK-Vogue die Multi-Label-Boutique unter die Top-Ten der besten Concept-Stores hob. Doch damit ist jetzt Schluss. 22 Jahren Pool – 12 Jahre davon auf der Maximilianstraße – sind genug, Geschäftsführer Pete Hannewald und Cambis Sharegh steigen aus der Modebranche aus.

„Es war keine Entscheidung von heute auf morgen, aber es war uns klar, dass wir etwas Anderes machen wollen. Es gab auch Lizenzübernahmeangebote – allerdings keine, die mit unserer ursprünglichen Businessidee zusammengepasst hätten und so gab es die klare Entscheidung zu schließen“, so Pete Hannewald, einer der Geschäftsführer vom Pool.
 
Jetzt wird der Store ab August als Pop-up-Fläche genutzt. Wer dann das Geschäft übernimmt, ist noch nicht entschieden. Bis dahin gibt es noch einige Partys und Happy Sales, bis dann am Samstag, den 29. Juli, der letzte Shopping-Tag eingeläutet wird und im Pool nach 22 Jahren eine große Abschiedsfeier stattfindet.

Zeit für Tränen bleibt allerdings nicht, bereits am darauf folgenden Tag ist die Eröffnungsfeier für ihr nächstes großes ‚Projekt’ geplant: „Wir starten mit dem Lovelace. Ein Pop-up-Hotel, das es bis 2019 geben wird. Dafür haben wir die ehemalige Bayerische Staatsbank zur Zwischenmiete bekommen – ein Gebäude hinter dem Bayerischen Hof. Auf drei Etagen wollen wir dort unser Hotel- und Gastrokonzept umsetzen“, so Hannewald weiter.


Das Lovelace eröffnet in der ehemaligen Bayerischen Staatsbank ab August. - Lovelace
 

Bespielt werden von ihm, zusammen mit seinen Partnern, Eventflächen und Seminarräumen, Gastronomie mit zwei Bars, zwei Dachterrassen, Barber Shop und natürlich 30 Zimmern. Geplant sind Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Pop-up-Shops, Konferenzen und Events.
 
Die Zeit des Lovelace dort ist allerdings bereits schon jetzt begrenzt, da der Haupteigentümer daraus ein 5-Sterne-Hotel machen möchte. Die Bayerische Hausbau plant unter Einbezug der Nebengebäude in der Kardinal-Faulhaber-Straße rund 150 Zimmer und in der Prannerstraße 4 rund 40 Wohnungen und Ladeneinheiten aufzubauen. Weil zwei Nachbarn gegen das Projekt klagten, soll das Gebäude nun vorübergehend anders genutzt werden. Bevor der Rechtsstreit nicht beigelegt wurde, möchte der neue Mieter mit dem Umbau nicht starten – so kann das Lovelace als Zwischenmieter erst einmal einziehen.

Innenansicht Zimmer - Lovelace
 
Eingerichtet sind die ehemaligen Büros laut Hannewald „sehr hochwärtig, was für Pop-up-Hotels sehr ungewöhnlich ist“. Zudem konnten sie Partner gewinnen wie Coco-Mat für die Betten und Vitra für die Möbel – die Sofas sind von Bolia, Sound System von Sonos und Vorhängen von Kvadrat.
 
Und auch ihre Webseite Thelovelace.com steht bereits und gibt mit Fotos und Illustrationen einen Ausblick, dass dieses Hotel vor allem ein Treffpunkt der Kulturszene in München werden soll und die gastronomische Lücke zwischen Biergarten und Nobelrestaurant schließt.
 
„Unsere Idee kam gut an und viele, die davon gehört haben, waren begeistert und wollten gern eine Partnerschaft mit uns eingehen.“ So ist auch nicht verwunderlich, dass sie bereits vor dem Start über Wochen mit Events ausgebucht sein sollen. „Viele Anfragen kommen von Unternehmen, die eine coole Location in München suchen – und das etwas andere Konzept“, sagt Hotel-Novize Hannewald abschließend.
 
Zu finden ist das Lovelace ab August in der Kardinal-Faulhaber-Straße 1 – im Herzen von München.
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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